Ernst Eduard Hirsch: Ein Jude prägt das türkische Rechtswesen

In Deutschland kennt ihn beinahe niemand: Ernst Eduard Hirsch, ein Jurist, der 1933 vor den Nazis in die Türkei flüchten musste. In der Türkei dagegen ist er bis heute bekannt und geachtet als juristischer Aufbauhelfer. Viele türkische Gesetze hat Hirsch mitgestaltet, denn nachdem Kemal Atatürk das islamische Rechtswesen abgeschafft hatte, musste das gesamte System neu aufgebaut werden. Niemals wollte der Ausgestoßene nach Deutschland zurückkehren, Zeit seines Lebens blieb er türkischer Staatsbürger. Doch in den 50er-Jahren winkte in Berlin eine neue, unwiderstehliche Aufgabe: der Aufbau der Rechtsfakultät an der FU Berlin, im Deutschland nach Hitler. Mehr…

Eine Sendung von Andrea Lueg, SWR2 Wissen, 19.02.2016